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orlando und die buchstaben

orlando, 22.09.2004

31.07.2006

Hallo,

mein Sohn Imran wird in Kürze 8 Jahre alt, beendet jetzt die 2. Klasse und hat einen getesteten IQ von 128. Er leidet nicht unter ADHS, aber scheinbar unter einer Aufmerksamkeitsstörung, aus die die Lehrer und Erzieher gerne doch eine "leichte ADHS" machen.
Ich glaube jedoch das diese dadurch nur eine gewisse Unfähigkeit entschuldigen möchten. Die Schule die er zur Zeit besucht, ist bereits die dritte.
Das erste mal wechselte er wegen Umzug in einen anderen Schulbezirk in der Mitte des ersten Schuljahres. Aus der zweiten Schule wurde er regelrecht herausgemobt.
Die Lehrerin meinte ich würde meinen Sohn emotional und sozial vernachlässigen und ich würde mich unkooperativ verhalten. Dazu kommt noch das hier auf dem Land und in der Gemeinde in der ich lebe die moderne Form der Patchwork- Familie noch nicht so anerkannt ist wie in den Städten, und alleinerziehende und berufstätige Mütter ihre Kinder eher schlechter erziehen als andere.
In der Tat ist es so, das ich mich Anfangs sogar sehr überfordert fühlte, als die ersten Probleme mit meinem Sohn auftauchten, und ich ihn mit Unverständnis und teilweise sogar Ablehnung strafte, bis ich die Diagnose des Psychologen las.
Die Begabung meines Sohnes erstreckt sich über alle Bereiche. In Deutsch, Mathematik, Kunsterziehung und Sachkunde gleichermassen. Er absolviert jeden Test und jedes Diktat ohne Probleme, aber nur wenn es ihn herausfordert. Doch sozial ist er unter dem Durchschnitt entwickelt, und zwar auf dem Niveau eines 5-6 Jährigen.
Nach den Tests, die ich machen musste weil mich die Schule dazu Zwang ihren Verdacht auf ADHS zu bestätigen, erklärte mir der Psychologe ich solle die sozialen Kompetenzen meines Sohnes förden!
Doch wie, wenn alle gängigen Ratgeber und schulmedizinischen Methoden ausgerechnet bei meinem Sohn nicht anschlagen?!
Wie kann ich ihn sozial fördern, wenn er in der Schule nur Ablehnung und Unverständnis erntet?!
Was soll man tun, wenn man das Gefühl hat total zu versagen und das eigene Kind immer mehr zu einem Monster wird, das zwar sonst sehr schlau ist, aber immer noch in die Hose macht, aggressiv reagiert wenn er wirklich schwierige Sachen nicht packt, keine Freunde hat die mit ihm Geburtstag feiern möchten und zum Aussenseiter Nummer 1 wird?
Bei meiner Reise durch sämtlichen pädagogischen und psychologischen Beratungen und Ratgebern ist mir eins eindeutig klar geworden. Es gibt für dieses Problem keinen Rat und auch keine Erklärungen. Auch kein Schulwechsel, kein überspringen von Klassen oder aussergewöhnliche Förderprogramme können ihm dabei helfen.

Nur eins, das wir alle gemeinsam immer wieder gern vergessen, hilft und zwar zu akzeptieren das das Monster unser Kind ist. Es braucht unsere Unterstützung und Anerkennung, unser Verständnis, bedigungsloses Vertrauen und Rückenhalt. Und das allerwichtigste ist LIEBE und GEBORGENHEIT und zwar von den Menschen die es am meisten liebt.

Kathrin Klinke

24.05.2007

1 Jahr später....

ist mein "Kleiner" ganz schön gross geworden und wird bald 9 Jahre alt. Nachdem ich schlussendlich aufgegeben habe nach Erziehungslösungen und Förderungen für meinen Sohn zu suchen, erfuhren mein Sohn und ich einen Wendepunkt und er hat gelernt mit seinen sozialen Schwächen umzugehen. Imran ist immer noch sehr begabt. Wie hoch sein IQ im Moment liegt weiss ich nicht, und ich möchte es auch gar nicht mehr wissen. Mein Sohn interessiert sich für beinah alles, und saugt das Wissen auf wie ein Schwamm. Und wenn ihm einmal Informationen zu einem Thema nicht ausreichen, muss ich es für ihn im Internet recherchieren. Zum Beispiel: Fibonacci Folge, und ähnliches. Ich beobachte aber auch zunehmend das er mehr innere Ruhe braucht. Deshalb gehen wir viel spazieren, laufen und radeln und ich merke wie sich dann seine Sucht nach Wissen entspannt. Machmal erklärt er mir dann solche Dinge wie das Differenzialgetriebe, wie man die Fibonacci Folge auf die Natur anwenden kann oder seit wann es seine Geburtsstadt gibt und warum. Aber meistens ist er dann einfach nur ein 8-9 Jähriger Junge.

Und dann bin ich einfach nur stolz!